Sie möchten Ihre Immobilie sicher vermieten und Risiken vermeiden. Wir zeigen Ihnen, wie Sie geeignete Mieter auswählen und Ihre rechtlichen Pflichten zuverlässig erfüllen.

Welche Unterlagen brauchen Sie für die Vermietung?
Für eine sichere Vermietung brauchen Sie vollständige und aktuelle Unterlagen.

Dazu gehören:
  • Energieausweis
  • Grundrisse
  • Wohnflächenangaben
  • aktueller Grundbuchauszug
  • Beschreibung von Zustand und Ausstattung
Ergänzend wichtig:

rechtssicherer Mietvertrag
Inventarliste bei möblierten Wohnungen
Übergabeprotokoll mit Zählerständen und Fotos

Transparente Unterlagen schaffen Vertrauen und vermeiden Rückfragen. Ein Makler bereitet alles strukturiert für Sie auf.
Wie finden Sie passende Mieter?
Sie brauchen Sichtbarkeit und eine klare Auswahl.
So gehen Sie vor:
Professionelle Fotos und vollständige Objektangaben,
realistischer Mietpreis, auf dem Immobilienmarkt präsentieren.
  • Prüfen Sie Bewerber gezielt:
  • Selbstauskunft
  • Schufa-Auskunft
  • Einkommensnachweise
  • persönliches Gespräch

Treffen Sie Ihre Entscheidung auf Basis von Fakten und Eindruck. Klare Vertragsregeln sichern zusätzlich ab.

Wie hoch darf die Miete sein?
Die Miete richtet sich nach Lage, Zustand, Größe und Ausstattung.
Orientieren Sie sich am örtlichen Mietspiegel und an vergleichbaren Objekten.

Wichtig:
In vielen Städten gilt die Mietpreisbremse. Betriebskosten müssen korrekt ausgewiesen sein. Ein marktgerechter Preis verkürzt die Vermietungsdauer und reduziert Leerstand.

Was ist eine Kaution und wie hoch darf sie sein?
Die Kaution sichert Sie gegen Mietausfälle und Schäden ab.
Maximal erlaubt sind drei Nettokaltmieten.

Mieter können zahlen:
  • einmalig
  • in drei Monatsraten
  • über ein verpfändetes Sparbuch
Sie müssen die Kaution getrennt vom eigenen Vermögen anlegen und verzinsen. Nach Mietende zahlen Sie diese fristgerecht zurück.

Was muss im Mietvertrag stehen?

Ein Mietvertrag muss klar und vollständig sein.
Wichtige Inhalte:
  • Mietbeginn und Mietdauer
  • Miethöhe und Nebenkosten
  • Kaution
  • Kündigungsfristen
  • Hausordnung
  • Regelungen zu Schönheitsreparaturen
Vermeiden Sie alte Vorlagen. Bei möblierten Wohnungen ergänzen Sie eine Inventarliste. Im Zweifel lassen Sie den Vertrag prüfen.

Welche Nebenkosten dürfen Sie umlegen?
Umlagefähig sind zum Beispiel:
  • Heizung und Wasser
  • Grundsteuer
  • Gebäudeversicherung
  • Müllabfuhr
  • Hausmeister und Reinigung
  • Wartungskosten
Nicht umlagefähig:
  • Verwaltungskosten
  • Instandhaltung
  • Rücklagen
Wichtig: Nebenkosten müssen im Vertrag stehen.
Die Abrechnung erfolgt jährlich und innerhalb von zwölf Monaten.

Was ist bei der Wohnungsübergabe wichtig?
Dokumentieren Sie den Zustand der Wohnung genau.
Nutzen Sie ein Übergabeprotokoll mit:
  • Zählerständen
  • Schlüsselanzahl
  • vorhandenen Mängeln
Ergänzen Sie Fotos. Beide Parteien unterschreiben das Protokoll.
Das schützt Sie bei späteren Streitigkeiten.

Wer ist für Reparaturen zuständig?
Sie sind für Instandhaltung verantwortlich.
Das betrifft alle wesentlichen Schäden an der Immobilie.
Kleinreparaturen können Sie im Vertrag begrenzt auf den Mieter übertragen. Typisch sind: 75 bis 100 Euro pro Einzelfall maximal 200 bis 300 Euro pro Jahr. Ohne Regelung zahlen Sie alle Reparaturen selbst.

Wie kündigen Sie ein Mietverhältnis?
Sie brauchen einen gesetzlichen Grund, zum Beispiel:
  • Eigenbedarf
  • Vertragsverstöße
  • wirtschaftliche Verwertung
Kündigungsfristen: mindestens 3 Monate
bis zu 9 Monate bei langer Mietdauer.
Die Kündigung muss schriftlich erfolgen und begründet sein.